10. April 2010
Unerwartet frühe erreichte ich heute Aladağ – die erste Stadt seit Kayseri. Fast symbolisch steht diese Stadt für das Ende der Taurusdurchquerung, zwar bin ich noch mitten drin – geographisch gesehen – doch die wirklich hohen Berge und die Menschenleere habe ich nun hinter mich gelassen.

Asphalt unter meinen Füßen – Good Bye Schotterpisten der Berge!
Ab jetzt beginnt eine neue Form des Wanderns auf die ich mich als Abwechslung sehr freue – bis nach Adana sind es noch etwa 100km – leider, denn ich hab noch viel Zeit, aber vielleicht fällt mir ja noch eine Variante ein.
Die letzten 3 Tage warn klasse! Das Wetter war wechselhaft aber wirklich nass bin ich nie geworden, die Lagerplätze perfekt, es mangelte an nichts. Die Berge des Taurus sind wirklich phatastisch!

Besser gehts nicht: eben, windgeschützt, eine Quelle in der Nähe, super Position um Morgens seinen Kaffee zu schlürfen und ins Tal zu schaun

Kurze Pause die zu einem 1 1/2-stündigen Mittagsschlaf in der Sonne wurde
Morgen geht es weiter zum Yedigoze See – wenns da schön ist, bleib ich vielleicht eins-zwei Tage.
Bis bald!
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08. April 2010
Robert hat heute Morgen die einzige Möglichkeit genutzt hier raus zu kommen, um sicher am 13. in Istanbul am Flughafen sein zu können. Wir haben lange hin und her überlegt wie wir die kommenden Etappen gestalten – da wir aber nicht genau sagen konnten, wann wir wo sein werden und ob es da eine Verbindung nach draussen gibt (die Straße die ich als sichere Verbindung nach Adana oder Kayseri gesehen habe, gibt es nicht mehr, da hier ein Stausee entstehen soll), haben wir uns für die vermeintlich einzige Variante – dem örtlichen “Dolmusch” – entschieden.
Wie dem auch sei, Robert sitzt im Bus nach Kayseri und ich noch bei unserem Gastwirt – erkältet und nicht besonders fit für große Taten, dennoch werde ich heute Nachmittag weiter ziehen, mir einen schönen Platz fürs Lager suchen, literweise Tee kochen und mich auskurieren. Das nächste Etappenziel (Aladag) liegt ca 50km entfernt – theoretisch eine Sache von 2 Tagen, ich kalkuliere aber 4 bis 5. Also bis dahin gibt es keinen Blogeintrag! (für die besorgten unter euch: hier gibt es tatsächlich fast überall Funknetz!)
Bis bald!
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PS: Sorry, dass ich nicht auf alle Komentare und Mails eingehe, ich freue mich aber sehr darüber!! Weiter so!
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07. April 2010
Wir haben nun drei weitere aufregende Tage hinter uns und befinden uns nun in einem winzigen Dorf (eines von dreien auf unserem Weg) welches zwar mittelalterlich anmutet, aber mit einem Internetcafe aufwarten kann. (Die vermutete Stadt entpuppte sich übrigens als kurdisches Dorf mit etwa 200 Einwohnern.)

Bis hier her sind wir rund 70km gelaufen, wurden von zähnefletschenden Hirtenhunden verfolgt und waren des öfteren gezwungen zu improvisieren. Aber alles in Allem eine super Tour, die Landschaft ist überwältigend und phasettenreich!

Menschen sind uns bisher wenige über den Weg gelaufen, und in den Dörfern nahm man uns meist mit Zurückhaltung war. Die nächsten beiden Tage soll es regnen und wir befinden uns erneut vor einer Etappe die recht menschenleer zu sein scheint, wir sind uns noch nicht sicher wie es genau weiter geht, wir haben z. Z. eine gute Unterkunft die uns ein netter Gastwirt angeboten hat und werden wohl noch eine Nacht da bleiben bevor wir die nächsten 60km durch das Gebirge ziehen. Roberts Tag der Abreise rückt näher…
Bis hoffentlich bald! In 3 bis 4 Tagen vielleicht!
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04. April 2010
Okay, die vergangenen beiden Tage liefen nicht wie geplant – doch wann kommt das auch schon mal vor? So waren wir NICHT auf dem Erciyes – trotz guter Wettervorhersage war es einfach unmöglich den Berg zu besteigen. Genau genommen war es sogar unmöglich zu schlafen, denn Sturmg und Hagel auf 2200m in einem Zelt sind nicht die beste Voraussetzung einen gesunden Schlaf zu entwickeln – so brachen wir 4 Uhr morgens die Zelte ab (denn ich hatte Angst, die Stangen könnten brechen) und liefen weiter Richtung Yahyali – da sind wir nun nach ca 23km Fußmarsch und 3 Lifts. Ab hier beginnt die Route die ich geplant habe.

Wir schlafen in der Nähe eines Wasserfalls. Ein großzügiger Mann aus Yahyali brachte uns hier er, und – jawohl! – er holt uns morgen früh auch wieder hier ab und bringt uns zurück in die Stadt wo wir uns vernünftig vor bereiten können und ich diesen Blogeintrag, den ich gerade im Zelt tippe, hochladen kann.
Die Freundlichkeit dieser Menschen hier ist unbeschreiblich! Sie kommen auf uns zu, geben uns die Hand und heißen uns herzlich willkommen, sie helfen wo sie nur können; trampen funktioniert hier ganz ohne Daumen! Das ist etwas, was man auf der Exkursion nicht in dem Maße erfahren konnte.

Wir beide sind tot müde und erhoffen uns diesmal eine gute Nacht. Die nächsten Tage wird es dann schwer sein einen Blogeintrag zu machen, da wir durch praktisch unbesiedeltes Gebiet laufen. Das erste Dorf müsste in ca. 50 km Entfernung liegen – ob es da dann auch Internet gibt steht jedoch noch in den Sternen. Wie dem auch sei, es lohnt sich regelmäßig hier vorbei zu schaun! An dieser Stelle beste Grüße an die Exkursionseteilnehmer – war eine tolle Zeit mit euch!
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02. April 2010
Der letzte Tag ist zuende gegangen und die Gruppe hat sich bereits in alle Himmelsrichtungen zerschlagen – doch Robert und ich bleiben!
Nach diesen zwei Wochen haben wir viel gesehen, gelernt, erlebt und uns praechtıg amüsiert. Besser haette die Exkursion kaum laufen können und auch wenn ich mich auf die Ruhe und Abgeschiedenheit der Berge freue, haette ich doch gern noch eın paar Tage mehr mıt dieser tollen Gruppe verbracht. Ich werde nun nicht weiter auf die vergangenen Tage eingehen – ich wüsste nicht wo ich anfangen und wo ıch aufhören soll – ıch lasse einfach die Bilder sprechen…
Nun schauen wir voraus auf die kommenden Tage die viel Abenteuer versprechen. Robert fliegt am 13. April zurück so werde ich den letzten Teil der Strecke alleine gehen. In einigen Stunden faehrt unser Bus nach Kayseri – wir werden gegen Acht Uhr ankommen und bereits in Richtung Erciyes Dağ laufen und irgendwo ın der Dunkelheit unser Zelt aufschlagen – ıch schaetze ın 2 oder 3 Tagen werde ich mich dann wieder melden – hoffentlich mit schönen Fotos vom 3917m hohen Erciyes!
Bis dahin,
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24. März 2010
Inzwischen sind wir rund 1000 km durch den Westen der Türkei gefahren, meist entlang der Ägäisküste. Der Zeitplan ist klar vorgegebenen und komprimiert, wir hechten von Station zu Station doch sind wir nicht müde, sondern immer wieder gespannt auf das Nächste Ziel. Schließlich ist diese Küste gespickt mit unzähligen Zeugnissen vergangener Jahrtausende – oft ergibt sich ein klares Bild, meist jedoch verlangt es schon eine Menge Phantasie um die damaligen Verhältnisse zu rekonstruieren.
Wie zum Beispiel beim Hafen Pergamons (Elaia): Einige Kilometer abseits der eigentlichen Stadt finden sich nur wenige Grundmauern und vereinzelt Tonscherben aus dieser Zeit.

Zu fuß über die über 2000 Jahre alte Mole des Hafens vom Pergamon
Anders bei Ephesos, hier fühlt man sich fast zurück versetzt in die Zeit von vor über 2000 Jahren. Ephesos war eine der bedeutendsten Städte römischer Zeit was sich in mächtigen Prachtbauten wiederspiegelt. Obwohl nur ein Bruchteil der Stadt ausgegraben wurde, überwältigt sie durch ihre Größe. Noch mehrere Jahrzehnte benötigt es, wenn nicht sogar Jahrhunderte, um alles frei zu legen.

Ephesos

Die Bibliothek von Ephesos
Der Artemision-Tempel beeindruckt zwar weniger durch “Anwesenheit” (hier und da ein Stein), dafür überwätigt einen doch die Tatsache, auf dem Fundament eines der 7 Weltwunder zu stehen!

Wiedererrichtete Säule des Artemisions
Die Exkursionsgruppe passt super zusammen, wir haben viel Spaß und verstehen uns gut – bis jetzt läuft alles bestens, sogar das Wetter mit Temperaturen jenseits der 20-Grad-Grenze ist uns gut gesonnen.

Am Abend in Selcuk
Morgen geht es weiter nach Milet – auch darauf sind alle sehr gespannt, sowie dem folgenden Ziel: Pamukkale.
Ich werde davon berichten, bis dahin,
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22. März 2010
Gestern hat offiziell die Exkursion begonnen, alle Teilnehmer sind gut angekommen und der erste Tag verlief reibungslos – neben den klassischen Touristenzielen wie der Topkapi Palast, die Ayasofya oder die Blaue Moschee haben wir uns die Ausgrabungsstätte des byzantinischen Theodosius-Hafens angeschaut, an jener Stelle, wo aktuell der Tunnel gebaut wird, der die asiatische mit der europäischen Seite Istanbuls unter dem Bosporus verbinden soll.

Ausgrabungsstätte des byzantinischen Theodosius-Hafens

Blick aus der Aya Sofia auf die Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee)
Heute sind wir weiter nach Çanakkale gefahren, zu den Ruinen der sagenumwobenen Stadt Troja. Sehr eindrucksvoll!
Das Hotel einige Kilometer südlich von Çanakkale ist irre, für meine Geschmack schon fast dekadent – bei 75€ pro Nacht stellt sich für mich inzwischen auch nicht mehr die Frage, wie der Preis dieser Exkursion zustande kommt. Ich habe aber aufgegeben mich darüber auf zu regen und nehme es einfach hin. (Balkon, Meerblick, Pool, Abendessen nach Wahl… etc.)

Die Ruinen Trojas
Die “freien” Tage vor der Exkursion haben wir auch gut rum gekriegt, so waren wir unter Anderem auf einem Campingplatz einige km östlich von Izmit – ein Insidertip eines “Outdoor-Kollegen” – und wie sich raus stellte ein wirklich erstklassiger! Neben einer superschönen Landschaft mit kleinen Nomadensiedlungen, schneebedekten Gipfeln und tiefen Schluchten, behandelte man uns auf dem Campingareal zudem noch wie Könige. Ursprünglich wollten wir Zelten und wandern, es kam aber anders: So bekamen wir eine Hütte mit Ofen und wurden umher kutschiert und gemästete mir jeder erdenklichen Form türkischer Spezialitäten – und natürlich literweise Cay und Türkisch Kavhesi.

Der Ofen ersetzt das geplante Lagerfeuer

Morgen geht es dann bereits weiter Pergamon und Selcuk wo wir dann 2 Nächte bleiben werden.
Bis dann!
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15. März 2010
Wir sind gestern um 19 Uhr geladet kamen aber erst nach einem 5 stündigen Navigationsfiasko und rund 20 km Fußmarsch durch Istanbul um 4 ins Bett – und das war noch nicht mal das geplante sondern ein Hostel. Wetter is klasse – nicht warm aber sonnig. Wies weiter geht (evtl laufen wir hoch zum schwarzen Meer) wird in Verbindung mit dem ersten Kaffee des Morgens geklärt…
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Pegasus war unsere Airline – fast nicht verspätet!
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09. März 2010
…bald geht es endlich los! Die Planung für die Taurusdurchquerung ist soweit fertig – das “Zeitmanagement” muss nur noch etwas umgerümpelt werden. Für die, die es interessiert gibt es eine kml-Datei zum Download. Hiermit könnt ihr die geplante Route im 3D-Relief auf GoogleEarth (TM) anschaun. (Voraussetzung ist lediglich GoogleEarth):
kayseriadnana.kmz

Jede Etappe hat eine eigene Farbe, sie sind nur 15 km kurz – damit ermögliche ich eine höhere Flexibilität (und die Begehung des einen oder anderen Berges abseits der Route!
) Ich habe nur die Taurusdurchquerung digitalisiert – weil diese kompliziert wird, den Rest im Flachland, nördlich und südlich, navigieren wir frei Schnauze. Noch ist unser Abflugtermin nicht klar, denke aber, dass wir uns morgen einigen werden.
Soweit,
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26. Februar 2010
Endlich haben wir uns für einen Flug entschieden. Wir hatten einfach zu viele Ideen für die freien Tage vor der Exkursion und konnten uns nicht einigen. Schließlich gewann die simpelste Variante: Wir fliegen einfach nach Istanbul!
Abflug ist der 14. März. So bleiben uns bis zum 20. rund 6 Tage für die wir uns noch etwas Schönes einfallen lassen, wie zum Beispiel eine Wanderung nach Norden zum Schwarzen Meer. Okay, spektakulär ist das nicht, ABER es wird besser:
Der neue Plan für die Wochen NACH der Exkursion versprechen viel Abenteuer und Spannung! Von Kayseri solls am größten Vulkan Anatoliens vorbei (oder drüber!
) durch den Taurus (Teil: Aladağlar-Gebirge) nach Adana gehen – und zwar zu Fuß! Es gibt keine offizielle Wanderroute, dafür aber gut aufgelöste Satellitenbilder die uns verraten, wo es Wege gibt, welche meißt über Jahrhunderte von (Halb-)Nomaden geschaffen wurden. Ich versuche derzeit einen schöne Route zu planen, ihr könnt sie dann demnächst auf der Waypoints-Map wieder finden.
Alternativ steht noch das Nur-Gebirge Südöstlich von Adana zur Diskussion. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Gruß,
MAP
@Nico: Danke! Ich hoffe den hast du auch (noch) in Kanada!
@Änki: Hey Änki, was ne Überraschung! Danke und schöne Grüße zurück nach Freiburg!
@Fancy: Dich zähl ich zwarzu den treuesten Fans, das mit dem Lama krazt mich aber immer noch!
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